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by Markus Herzig Published: 13-Jun-2001 |
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25 Jahren
Die „air grischa“ nimmt mit ihrem ersten Helikopter den Flugbetrieb auf Die „Air Grischa Helikopter AG“, die heute von den beiden Bündner Basen Untervaz und San Vittore aus operiert, übernahm am 10. Juni 1976 ihren ersten Drehflügler, eine SA 341G „Gazelle“, und kann heute auf eine erfolgreiche, fünfundzwanzigjährige Betriebszeit zurückblicken. by Roland Küng - "Flugarchiv Graubünden" Die Gründung der ersten Bündner Helikopterfirma, der „Air Grischa Helikopter AG“, erfolgte am 1. April 1976 in Thusis, wo sich dann auch der Hauptsitz der neuen Firma befand. Für den Flugbetrieb im Süden, wie auch als technische Basis, musste zu Beginn der Flugplatz Agno gewählt werden; im Norden stand das Flugfeld Bad Ragaz zur Verfügung. Anfangs Mai traf die erste Maschine, eine in England gekaufte SA 341G „Gazelle“, in der Schweiz ein, wo sie bei der Firma Pilatus AG den Bedürfnissen der jungen Firma angepasst wurde. Am 10. Juni 1976 war das Ziel erreicht, der erste Helikopter der „air grischa“ wurde mit dem Kennzeichen HB-XFW im Luftfahrzeugregister eingetragen und nach der Luftamtabnahme nach Agno überflogen. Bereits Mitte Juni konnte der Flugbetrieb aufgenommen werden, der sich schon in den ersten Betriebsmonaten äusserst positiv entwickelte. Die HB-XFW, mit der eine Aussenlast von max. 550kg transportiert werden konnte wurde bereits im Juli desselben Jahres mit der SA 315B „Lama“ HB-XFX, mit einer maximalen Nutzlast von 850kg, ergänzt. Sie wurde vor allem in Nordbünden eingesetzt. Im September 1976 kam ein Vertrag mit der Schweizerischen Rettungsflugwacht (SRFW) zustande, auf Grund dessen die „air grischa“, zusätzlich zu ihren beiden Maschinen, die HB-XDF der SRFW übernehmen und ab Bad Ragaz für Rettungs- und Transporteinsätze einsetzen konnte; die Initialisierung der heutigen REGA „Basis Nordbünden“ hatte damit stattgefunden. Der Wunsch nach einer Basis in Südbünden konnte nach erfolgreichen Verhandlungen mit den Schweizerischen Fliegertruppen in die Tat umgesetzt werden; der Benutzung eines militärischen Unterstandes auf dem Flugplatz San Vittore stand nichts mehr im Wege. Ein spezielles Einsatzspektrum wurde der „Gazelle“ in den ersten drei Betriebsjahren, ausserhalb der normalen Einsätze, zuteil. Die Kantonspoilizei Graubünden setzte die Maschine, mit eigenem Piloten, über viele Wochenenden für die Verkehrsüberwachung auf der San Bernardino Route ein, deren Verkehr während jener Zeit in beängstigendem Masse zunahm. Ende 1980, als die Kundschaft vermehrt grössere Transportkapazitäten verlangte, beschaffte die unterdessen fünfjährige Firma ihren ersten Grosshelikopter, einen Bell 205-A1, mit einer zulässigen Aussenlast von max. 1600kg, der am 22. April 1981 als HB-XFZ immatrikuliert wurde. Auf beiden Basen wurden die Platzverhältnisse für Helikopter und Material immer prekärer. Dies bewog die Geschäftsleitung, sich nach neuen Standorten umzusehen. In San Vittore konnte am Südwestende ein geeigneter Platz für einen Hangarneubau gefunden werden. In Bad Ragaz war keine absehbare Lösung vorhanden, sodass nur eine Verlegung der Basis Abhilfe schaffen konnte. Westlich der Zementfabrik in Untervaz befand sich ein Gelände das für das Vorhaben geeignet schien. Nach intensiven Vorarbeiten konnte das Projekt, parallel mit dem Hangarbau in San Vittore, realisiert werden, sodass beide Neubauten im Laufe des Jahres 1982 bezogen werden konnten. Die SRFW, die auf Grund der ständig zunehmenden Zahl an Rettungseinsätzen schon im Jahre 1980 ihre eigene „Basis Nordbünden“, mit Standort Bad-Ragaz, eröffnet hatte, entschloss sich dazu, ihre Basis in den neuen „air grischa“ Hangar, nach Untervaz, zu verlegen. Bis zum Jahre 1990 erhöhte sich der „air grischa“ eigene Bestand an Drehflüglern infolge steigender Nachfrage, nach dem überall einsetzbaren „Fluggerät“, auf sieben Einheiten. Der Jahrhundertsturm „Vivian“ brachte die Helikopterunternehmen an die Kapazitätsgrenze, sodass sich eine weitere Ergänzung des Flugmaterials aufdrängte. Am 3. August 1990 stiess daher ein Bell 214-B1 „Big Lifter“ (HB-XVZ) zur Flotte, mit einer Tragkraft von bis zu 2600kg der stärkste aller Bell Helikoptertypen. 1990 bot die „air grischa“ mehr als 30 Mitarbeitern ein Auskommen und flog mit ihren 9 Helikoptern ( 1 Bell 214-B1 „Big Lifter“, 5 SA 315B „Lama“, 1 AS 350-B2 „Ecureuil“ & 2 Bell bzw. Agusta-Bell 206 „Jet Ranger“ III ) annähernd fünfundneunzig Prozent Unterlasttransporte. Die restlichen fünf Prozent verteilen sich auf Foto-, Film- und Passagierflüge. Bis heute hat sich diese
Situation kaum verändert, die Flotte bewegte sich stets in dieser
Grössenordnung und im Juni 2001 ist die "air grischa" Eigentümer
von 9 Helikoptern (5 SA 315B „Lama“, 1 AS 350-B2 „Ecureuil“, 1 AS 350-B3
„Ecureuil“, 1 Agusta-Bell 206B „Jet Ranger“ und einem Schweizer 269C.)
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HB-XFW - Der erste Air Grischa Helikopter
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